Erfinderisches Handwerk
Maurermeister Alfred Schmitt und seine patentierte
„Mobile Teleskop-Rampe“ für Rollstuhlfahrer
Maurermeister, Betriebwirt des Handwerks, Chef eines Familienunternehmens in der dritten Generation - soweit ist Alfred Schmitt aus Oberbaar unweit des Nürburgrings ein ganz normaler Handwerker aus dem Bauhauptgewerbe, der drei Maurergesellen und einen Bauwerker beschäftigt.
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| Bauunternehmer Alfred Schmitt errichtet Wohnhäuser mit Planelementen schnell und kostengünstig. |
Und als solcher erstellt er vornehmlich Ein- und Zweifamilienhäuser. Dabei wiederum bevorzugt er das Bauen mit Planelementen von Bisotherm, also mit großformatigen Bimssteinen, bei denen nach den Plänen des Architekten bereits alle Fenster, Türen und Aussparungen, beispielsweise für Rollladengurte, vorgeschnitten sind. „Die Materialkosten liegen bei diesem System über denen für konventionelle Steine. Das kompensieren wir durch die deutlich günstigere und schnellere Verarbeitung“, erläutert der 44-jährige Handwerksmeister.
„Es sind Massivhäuser, die wir so bauen“, ergänzt er. Etwa vier „Steinreihen“ benötigt man für die Raumhöhe im Wohnbereich. Sie werden mit Hilfe eines Kranes gesetzt und geklebt. Das schont die Knochen der langjährigen Mitarbeiter, Hebearbeiten auf der Baustelle entfallen fast vollständig. Neben kleineren Bauarbeiten errichtet Alfred Schmitt acht bis neun Häuser im Jahr - überwiegend für Privatkunden.
Die „derzeit sehr gute Auftragslage“ führt er auf einen Überhang aus der Eigenheimzulage und „die Panik vor den 3 %“ aus der anstehenden Umsatzsteuererhöhung zurück.
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| Nur wenige Handgriffe zum Überwinden der Stufe (v.l.): auflegen, Seitenführung aufklappen und Rollo ausziehen. |
Maurermeister mit Gespür für Innovationen
Nicht nur beim Bauen zeigt Alfred Schmitt sein Gespür für innovative Ideen. Nach rund zwei Jahren Entwicklung brachte der prämierte Erfinder seine patentierte „Mobile Teleskop-Rampe“ auf den Markt. „Damit steht Rollstuhlfahrern ein Hilfsmittel zur Verfügung, das den barrierefreien Zutritt zu Geschäften, Restaurants und öffentlichen Gebäuden ermöglicht. Das Überwinden von so genannten Regenstufen ist kein Problem mehr.“ Für den Vertrieb hat der findige Meister unter dem Namen „Telra“ eine eigene Gesellschaft gegründet.
Je nach Rollstuhl lassen sich bis zu drei Stufen mit der TÜV-geprüften und nach dem Medizinproduktegesetz zugelassenen Teleskop-Rampe überwinden. Sie wiegt nur 19,5 kg, die Begleitperson hat sie in wenigen Sekunden aufgebaut, ein „Caddy“ erlaubt die Mitnahme an jeden Ort. Das Multitalent ist geeignet für den Festeinbau in vorhandene und neue Treppen, mit einem speziellen Adapter für die Anhängerkupplung auch für die Rolli-Verladung in Fahrzeuge. Und auch seine Handwerkerkollegen profitieren von der Teleskop-Rampe, die er mit Hilfe modernster Computertechnologien entwickelt hat und die aus hochwertigen, rostfreien Werkstoffen gefertigt wird. Denn auch die Sackkarre mit einer Waschmaschine rollt damit leichter über die Schwelle ...
Steckbrief: Schmitt Hoch- u. Tiefbau, Oberbaar
Gegr. 1912, 3. Generation | 5 Mitarbeiter | Hochbau, Außenputz, Vollwärmeschutz | Tel.: 02656/ 501 |
www.telra.de