Kammer setzt auf Windenergie
100 Kilowatt starke Windkraftanlage der HwK dient auch zu Unterrichtszwecken
Modernste Solartechnik nutzt die HwK Koblenz schon seit einigen Jahren zur Energiegewinnung. Jetzt ist am HwK-Standort in der August-Horch-Straße eine weitere Technologie zur Nutzung regenerativer Energien hinzugekommen: Seit wenigen Wochen drehen sich dort die Rotorblätter einer mehr als 40 Meter hohen Windkraftanlage.
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| Elektromeister und HwK-Ausbilder Manfred Ebert (l.) erklärt angehenden Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik die Funktionsweise der HwK-Windkraftanlage. |
Diese dient nicht nur der Schulung von Handwerkern, sondern ist auch ein wichtiger Stromlieferant: Bereits 20 Prozent der in den HwK-Berufsbildungszentren im Koblenzer Gewerbegebiet genutzten Energie steuern Wind und Sonne bei. Für Heizungsbauer oder Elektriker ist es schon beinahe eine Selbstverständlichkeit geworden, sich in der Aus- und Weiterbildung mit alternativen Energieformen auseinanderzusetzen. „Aber auch für andere Handwerksberufe wird das Wissen um regenerative Energien immer wichtiger“, betont der Leiter des Koblenzer Metall- und Technologiezentrums, Dr. Friedhelm Fischer. Die moderne Windkraftanlage besitzt eine Nabenhöhe von 35 Metern, leistet 100 Kilowatt und wurde von der Fuhrländer AG aus Weigandshain im Westerwald montiert.
„Wir werden die neue Anlage auch dazu nutzen, um junge Handwerker mit ihrem Aufbau und ihrer Technik vertraut zu machen“, erklärt Fischer. Metallbauerlehrlinge etwa sollen sich mit den Besonderheiten der Stahlbaukonstruktion beschäftigen, Feinwerkmechaniker lernen die Getriebetechnik kennen, Mechatroniker wiederum erhalten Einblicke in die Inbetriebnahme sowie die Bedienung und Instandhaltung des 40-Meter-Riesen. Die Wartung der Anlage im Ernstfall dagegen bleibt den Spezialisten aus dem Hause Fuhrländer vorbehalten. Einen „Solarbalkon“, auf dem Handwerkslehrlingen die Funktionsweise anderer regenerativer Energien vermittelt wird, hat die HwK Koblenz schon vor mehr als 15 Jahren eingerichtet.
Informationen zu alternativen Energien im HwK-Zentrum für Umwelt und Arbeitssicherheit, Tel.: 0261/ 398-655, Fax: -988, E-Mail: zua@hwk-koblenz.de, Internet:
www.hwk-koblenz.de