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Ab dem Jahrgang 2008 ...

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

„Ausbildung des Nachwuchses erhält
Leistungsfähigkeit des Handwerks“

HwK Koblenz ehrt Handwerker für langjähriges Engagement
in Aus- und Weiterbildung – Festakt mit dem
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos

Mit einem Festakt in der Rhein-Mosel-Halle ehrte die HwK Koblenz verdiente Handwerker für ihr langjähriges und überdurchschnittliches Engagement für die Ausbildung in ihren Betrieben und für ihr Ehrenamt in den Prüfungsausschüssen für die Aus- und Fortbildung. Dem Anlass angemessen, nahm der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Müllermeister Michael Glos, MdB, gemeinsam mit dem Kammervorstand und Vertretern aus Politik und Gesellschaft die Auszeichnung der Handwerker vor.

„Ihr Engagement ist ein Bekenntnis zu diesem Land, ein Bekenntnis zu unserem Standort und ein Bekenntnis zu den Menschen, die hier leben. Sie sind Vorbild für andere. Und wir wollen, dass dieses Vorbild Schule macht“, zollte Glos „im Namen der Bundesregierung und aller Bürger der Bundesrepublik Deutschland“ den Geehrten seinen Respekt. Der Minister war trotz enger terminlicher Verpflichtungen sehr gerne nach Koblenz und zum Handwerk gekommen.

Foto: „Das Handwerk sieht sich in der gesellschaftspolitischen Verpflichtung, Verantwortung für die Jugend zu übernehmen und damit für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und insbesondere für unsere Region.“ HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag begrüßt die rund 1.000 Ehrengäste, die für ihre Ausbildungsleistung oder ihr ehrenamtliches Engagement in der Aus- und Weiterbildung geehrt wurden.
„Das Handwerk sieht sich in der gesellschaftspolitischen Verpflichtung, Verantwortung für die Jugend zu übernehmen und damit für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und insbesondere für unsere Region.“ HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag begrüßt die rund 1.000 Ehrengäste, die für ihre Ausbildungsleistung oder ihr ehrenamtliches Engagement in der Aus- und Weiterbildung geehrt wurden.
Foto: Gesichter des Handwerks - stellvertretend für rund 1.000 Geehrte.

„Das Handwerk hat schon immer die Ausbildung des Nachwuchses als eine zentrale Aufgabe für die Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit aufgefasst. Mehr noch: Es sieht sich in der gesellschaftspolitischen Verpflichtung, Verantwortung für die Jugend zu übernehmen und damit für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und insbesondere für unsere Region. Das ist für das Handwerk eine Selbstverständlichkeit“, dankte HwK-Präsident und Kfz-Mechanikermeister Karl-Heinz Scherhag rund 1.000 Handwerkern.

Foto: Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert und Präsident Karl-Heinz Scherhag heißen Bundesminister Michael Glos willkommen.
Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert und Präsident Karl-Heinz Scherhag heißen Bundesminister Michael Glos willkommen.
Foto: Talkrunde - von den SWR-Moderatoren Daniela Schick (l.) und Patrik Sommer (r.) moderiert - zum Thema Ehrenamt mit Tischlermeister Wolfgang Brust, Fleischermeister Josef Seul, Friseurmeisterin Gabriele Berkler sowie Maler- und Lackierermeister Gregor Cramer.
Talkrunden - von den SWR-Moderatoren Daniela Schick (l.) und Patrik Sommer (r.) moderiert - zum Thema Ehrenamt (oben) mit Tischlermeister Wolfgang Brust, Fleischermeister Josef Seul, Friseurmeisterin Gabriele Berkler sowie Maler- und Lackierermeister Gregor Cramer und zum Thema Ausbildung (unten) mit Schlossermeister und Kreishandwerksmeister Peter Gieraths, Tischlermeister Gerd Schumann, Martina Zoth-Opolka sowie Bäckermeister Arnulf Becker.
Foto: Talkrunde - von den SWR-Moderatoren Daniela Schick (l.) und Patrik Sommer (r.) moderiert - zum Thema Ausbildung mit Schlossermeister und Kreishandwerksmeister Peter Gieraths, Tischlermeister Gerd Schumann, Martina Zoth-Opolka sowie Bäckermeister Arnulf Becker.

„Wir ehren Personen und Betriebe, die bis heute mehr als 10, 15, 20 und sogar mehr als 40 Jahre ehrenamtlich im Ausbildungssystem des Handwerks tätig sind und kontinuierlich Ausbildungsplätze bereit gestellt haben. Das Duale Bildungssystem bindet in idealer Weise die ausbildenden Unternehmen des Handwerks, die staatlichen berufsbildenden Schulen und die Handwerksorganisationen in die Verantwortung für den beruflichen Nachwuchs ein. Die Qualität dieses Systems, das auf der Basis der Selbstverantwortung und -verwaltung funktioniert, ist unbestritten und viele Länder wollen es übertragen. Durch die direkte Verbindung zur Betriebswirklichkeit ist es immer auf der Höhe der Zeit“, bekannte sich Scherhag zu der bewährten Grundlage der Ausbildung im Handwerk und dankte dem Bundesminister für seine öffentlich bekundete Unterstützung für die Duale Berufsbildung.

Die Handwerksbetriebe im Bezirk der HwK Koblenz bilden rund 11.000 Lehrlinge aus. Annähernd 2.000 selbstständige Handwerksmeister, Lehrer aus den berufsbildenden Schulen und angestellte Meister aus den Handwerksbetrieben sind in den Prüfungsausschüssen der Kammer oder als Lehrlingswarte in den Innungen und Kreishandwerkerschaften ehrenamtlich tätig. Sie stehen den Lehrlingen und Ausbildungsbetrieben zur Seite, organisieren und bewerten jährlich rund 4.000 Gesellen- und Zwischenprüfungen.

Foto: Michael Glos: „Dank dem Handwerk ist das Paktziel mit 56.000 zusätzlich eingeworbenen Ausbildungsplätzen bereits jetzt deutlich übertroffen!“„Das Engagement von Unternehmern in allen gesellschaftspolitischen Bereichen lässt unser marktwirtschaftliches System auf Dauer überhaupt erst funktionieren“, führte Wirtschaftsminister Glos aus und würdigte sie als Persönlichkeiten, die beseelt seien vom Erhalt der Freiräume und der Selbstbestimmung, von der Dynamik und der Kreativität eines freien Unternehmertums und von der Verantwortung für die Beschäftigten und Auszubildenden. „Ihr Engagement ist gesellschaftspolitisch gesehen eine Spitzenleistung. Es muss noch mehr als bisher anerkannt werden.“

Mit Blick auf die Diskussionen um den Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Wirtschaft - Glos: „In diesem Jahr ist das Paktziel mit 56.000 zusätzlich eingeworbenen Ausbildungsplätzen bereits jetzt deutlich übertroffen!“ - führte der gelernte Müllermeister aus, dass „besonders das Handwerk seit Jahrzehnten weit über seinen eigenen Bedarf ausbildet. Mit einer Ausbildungsquote von gut 10 Prozent nehmen Sie Ihre gesellschaftspolitische Verantwortung sehr deutlich wahr“.

In zwei Talkrunden zum ehrenamtlichen Engagement in den Prüfungsausschüssen und zur Ausbildung von Lehrlingen - wie durch den Festakt führten die beiden SWR-Moderatoren Daniela Schick und Patrik Sommer auch diese Gespräche - gaben Tischlermeister Wolfgang Brust, Fleischermeister Josef Seul, Friseurmeisterin Gabriele Berkler, Maler- und Lackierermeister Gregor Cramer, Schlossermeister und Kreishandwerksmeister Peter Gieraths, Tischlermeister Gerd Schumann, Martina Zoth-Opolka sowie Bäckermeister Arnulf Becker einen Einblick in ihre Arbeit und Erfahrungen. Tenor: Die investierte Zeit und Mühe kommt nicht nur dem beruflichen Nachwuchs und dem Handwerk als bedeutendem Wirtschaftszweig zugute, dem kontinuierlich die benötigten Fach- und Führungskräfte zuwachsen. Als menschliche und berufliche Bereicherung profitieren auch die Ausbilder und Prüfer von diesem Einsatz. Das Verhältnis zwischen Ausbildern und Lehrlingen beschrieben sie übereinstimmend als familiär. „Wir tragen füreinander soziale Verantwortung. Die jungen Leute geben uns das, was wir investieren, tausendfach zurück.“ „Ausbildung ist Zukunft für die jungen Leute, für das Handwerk und für uns selbst. Durch die Arbeit mit und für die jungen Leute bleiben wir selber jung“, beschreiben sie das Miteinander. Besonders in den Fortbildungsprüfungen begegne man einander „auf gleicher Augenhöhe“ und lerne voneinander. Einig waren sich Ausbilder wie Ehrenamtsträger: „Ohne den Rückhalt bei Ehepartner und Familie wäre das Engagement für die jungen Leute nicht zu leisten.“

In seinem Schlusswort unterstrich HwK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert das engagierte Miteinander zwischen den Handwerksbetrieben, dem Ehrenamt und den HwK-Mitarbeitern. „Wir wollen mit unseren 250 Mitarbeitern in der Handwerkskammer Koblenz immer wieder neu Voraussetzungen schaffen für eine moderne und zukunftsgerichtete Ausbildung im Handwerk, die dabei ihre Wurzeln in einer jahrhundertealten Tradition nicht vergisst. Dies ist unser Anspruch und unsere tägliche Herausforderung.“

Engagement in Ausbildung & Ehrenamt

Für alle, die sich seit 10, 15, 20, 40 und mehr Jahren in der betrieblichen Ausbildung oder im Ehrenamt für die Aus- und Weiterbildung engagieren, aber nicht am Festakt im Oktober teilnehmen konnten, bietet die HwK Koblenz nochmals eine Feierstunde Anfang Dezember an.

Informationen unter Tel.: 0261/ 398-221, Fax: -994, E-Mail: ausbild@hwk-koblenz.de.

Die Listen der Geehrten und weitere Bilder im Internet: www.hwk-koblenz.de/ehrung

 
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