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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

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Günsters „L’Eau de Noh“

Bad Kreuznacher Friseursalon feiert seinen 75. Geburtstag

In einem Interview im „Oeffentlichen Anzeiger“ vom 18. September 1952 erklärte Julius Günster: „Mir wurde das zu bunt, jeden Tag zehn bis 15 Frauen wegzuschicken. Da habe ich halt auch den Damensalon eröffnet.“ Denn gegründet wurde der Friseursalon Günster 1931 in Bad Kreuznach als reiner Herrensalon.

Foto: 1973: Bürgermeister Josef Schmidt (r.) gratuliert Julius Günster (l.) im Beisein von Sohn Jürgen zum 70. Geburtstag.
1973: Bürgermeister Josef Schmidt (r.) gratuliert Julius Günster (l.) im Beisein von Sohn Jürgen zum 70. Geburtstag.
Foto: Heribert Heinrich, MdL, überreichte Friseurmeister Jürgen Günster (l.) die Auszeichnung für langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Aus- und Weiterbildung.
Heribert Heinrich, MdL, überreichte Friseurmeister Jürgen Günster (l.) die Auszeichnung für langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Aus- und Weiterbildung.

Sohn Jürgen Günster hatte die Zeichen der Zeit in den 1960er Jahren erkannt, ließ sich als Damen- und Herrenfriseur ausbilden und verbrachte seine Gesellenjahre auf internationalem Parkett. Beim Jubiläumsempfang plauderte er kürzlich aus dem Nähkästchen des 75 Jahre alten „grünen Salons“, wie sein Betrieb gerne genannt wurde.

Eröffnet hatte der 1903 geborene Julius Günster sein erstes Geschäft 1931 in der Salinenstraße, 1938 legte er die Meisterprüfung ab. Das Geld wurde in den 1930er und 40er Jahren vor allem mit Rasuren verdient - 20 Pfennige zahlten damals viele Kunden Tag für Tag dafür. Sehr stark nachgefragt war außerdem das Bartschneiden. „Und gerade darin war mein Vater ein wahrer Meister“, erinnert sich Jürgen Günster.

1945 kehrte Julius Günster aus der Kriegsgefangenschaft zurück und fand seinen Laden in Trümmern. Er fragte Nelly Schmitthals, Bad Kreuznachs bedeutende Kunstfotografin und Immobilienbesitzerin, ob sie nicht ein Ladengeschäft für ihn hätte. Sie wusste Rat und vermietete Günster das Erdgeschoss der Kurhausstraße 17. Der Laden erstreckte sich damals nur auf den vorderen Teil, wo heute Zeitschriften, Kasse und Tabakwaren platziert sind. Im hinteren Teil wohnte die Familie Günster.

Mit dem Friseurgeschäft ging es schnell bergauf, denn der Salon Günster profitierte von seiner günstigen Lage im Herzen des Kurviertels. Damals kreierte Julius Günster auch sein legendäres Haarwasser, das „L’Eau de Noh“ („Nahe-Wasser“). Friseurmeister Friedhelm Pfaff beispielsweise erinnert sich: „Ein selbst hergestelltes Haarwasser von Julius Günster. Unsere Besatzer, die Franzosen, waren ganz verrückt darauf.“

Jürgen Günster absolvierte seine Lehre von 1959-62 beim Mainzer Modefriseur Arens. Danach arbeitete er in international renommierten Salons in Zürich und Paris („Alexandre“). Da sein Vater aber schwer erkrankte, musste der Sohn an die Nahe zurückkehren und den väterlichen Betrieb übernehmen. Jürgen Günster setzte neue Akzente, indem er den Damensalon ausbaute und später auch den Verkauf von Zeitschriften und Tabak integrierte.

Günster: „In den goldenen Jahren hatte ich zwölf Mitarbeiter.“ Der Rückgang der Kur in Bad Kreuznach und die zunehmende Konkurrenz machten dann auch dem „Friseurteam Günster“ zu schaffen. Aber auch in Krisenzeiten hielt Jürgen Günster an seinem „Steckenpferd“, der Ausbildung des Berufsnachwuchses fest und bildete 31 Friseure aus. Wie entspannt sich der Friseurmeister von Ehrenamt - er engagiert sich seit 1996 als Kreishandwerksmeister und seit 1984 im Berufsbildungsausschuss der HwK - und Beruf? Günster: „An Herd und Backofen. Hobbykoch bin ich gerne und meine Rouladen, Aufläufe und Käsekuchen werden von Gästen gelobt.“

Steckbrief: Friseurteam am Kurhaus, Bad Kreuznach
Gegr. 1931 | 3 Mitarbeiter (1 Meister) | Damen- und Herrensalon | Zeitschriften und Tabakwaren | Tel.: 0671/ 31606

22. Brotpfenniglauf am 11. November

Am Samstag, 11. November, startet der 22. Brotpfenniglauf der Bäcker-Innung von Kirn über Bad Sobernheim nach Bad Kreuznach.

Start ist um 12.00 Uhr an der Volksbank Nahetal am Marktplatz in Kirn. Der Erlös der Aktion „Brotpfennig 2006“ geht an Hilfseinrichtungen für Kinder in Not. An dem Lauf beteiligen sich ca. 50 Marathonläufer aus Laufclubs und Einzelläufer aus der Bäcker-Innung. Das Etappenziel Bad Sobernheim wird gegen 13.30 Uhr und das Ziel in der Fußgängerzone von Bad Kreuznach gegen 16.00 Uhr erreicht. Bei Start, Etappenziel und Ziel ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Infos bei der Kreishandwerkerschaft Bad Kreuznach, Tel.: 0671/ 836080, E-Mail:
KHS_Bad_Kreuznach@t-online.de

 
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