„Engagement von Menschen für Menschen“
Sanitätshaus Krell: QM-System in Zusammenarbeit mit der HwK
„Wir können ein Körperteil oder seine Funktion nicht wirklich ersetzen, aber das Leben mit einer Beeinträchtigung durch unser Know-how deutlich erleichtern. Wir leisten einen Beitrag für die Lebensqualität unserer Kunden - unser ‘Engagement von Menschen für Menschen’“, gibt Orthopädiemechanikermeister Werner Krell den Wahlspruch des Familienbetriebes wieder.
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| Hightech: Computergesteuert vermisst Orthopädiemechanikermeister Werner Krell die Füße einer Kundin. Anschließend überträgt er die Daten zur Herstellung der Einlagen an die CNC-Maschine. |
Mit der Einführung des Qualitätsmanagements (QM) nach DIN EN ISO 9001 im Sommer 2006 hat das Sanitätshaus in Altenkirchen seinem selbst gestellten Anspruch eine neue Grundlage geschaffen. „Wir waren und sind von der Qualität unserer Arbeit und der Arbeitsabläufe überzeugt. Dafür steht nicht zuletzt der Meister im Handwerk“, versichert der Landessieger im Praktischen Leistungswettbewerb von 1977, der seit 1987 den von seinem Vater gegründeten Betrieb leitet. „Aber uns Handwerkern macht das Gesundheitssystem Vorgaben, auf die wir keinen Einfluss haben.“
Vom Lehrling
bis zum Meister alle beteiligt
„Dazu gehört auch die Forderung der Krankenkassen nach einem QM-System, wenn wir zugelassener Partner bleiben wollen. Statt ein Modell einzukaufen und unseren Betrieb darauf anzupassen, haben wir uns entschieden, ein System zu entwickeln, das ganz individuell auf unser Profil zugeschnitten ist und das Bewährte weiterentwickelt“, erläutert Martina Krell, die ihren Mann in Marketing, Verkauf und Personalwesen unterstützt und die Aufgabe der QM-Beauftragten übernommen hat. „Dies war sicher nicht der einfachere Weg, aber der, von dem wir langfristig am meisten profitieren.“
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| Bandagistin Tina Hillen stellt einen Stützapparat her. |
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| Bandagistenmeister Matthias Schulze repariert eine Prothese. |
Vom Lehrling bis zum Meister waren alle in den neunmonatigen Erarbeitungsprozess eingebunden - unterstützt durch die Fachberater der HwK Koblenz. „Das stellt sicher, dass sich auch alle mit dem Qualitätsmanagement identifizieren. Wir haben unseren Betrieb selbst neu kennen gelernt“, ziehen die Krells ein positives Fazit. Alle Arbeitsabläufe und Aufgaben, Materialien und Bauteile kamen auf den Prüfstand, wurden erfasst und optimiert. „Die Kommunikation läuft jetzt deutlich flüssiger, Kundenstammblatt und Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte schaffen mehr Verlässlichkeit in der Weiterbearbeitung. Jeder Mitarbeiter kann zu jeder Zeit dem Kunden verbindliche Auskunft über den Stand eines Auftrags geben.“ Ein wichtiger Aspekt, denn „wir haben es regelmäßig mit Kunden zu tun, die völlig unvorbereitet in einer Belastungssituation stehen. Die Orthopädietechnik fordert den Mitarbeitern nicht nur handwerkliche Präzision, sondern auch viel Sensibilität ab“, beschreiben die Unternehmer das Berufsprofil.
Ausbildung seit mehr als 50 Jahren
Eine „gute Mischung aus jungen und alten, erfahrenen und innovativen Mitarbeitern“ gehört zum Team - einige bereits seit ihrer Lehrzeit. „Mein Vater hat bereits im Jahr der Betriebsgründung seinen ersten Lehrling eingestellt. Seither bilden wir kontinuierlich aus“, so Krell.
Steckbrief: Sanitätshaus Krell, Altenkirchen
Gegr. 1953 | 25 Mitarb. (2 M., 1 L.) in Altenkirchen, Dierdorf, Wissen | Orthopädie- u. Reha-Technik, Fachhandel | Tel.: 02681/ 3052 |
www.sanitaetshaus-w-krell.de
HwK unterstützt bei der Einführung eines QM-Systems:
Einstiegsberatung zum Thema Qualitätsmanagement
Fördermittel im QM-Bereich
Unterstützung bei Fragen zur Zertifizierung
Unterstützung bei Fragen zum Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems, wie z.B. Dokumentation, Durchführung interner Audits oder Prozessbeschreibungen.
Informationen im HwK-Zentrum für Umwelt und Arbeitssicherheit, Tel.: 0261/ 398-654, Fax: -992, E-Mail: zua@hwk-koblenz.de, Internet:
www.hwk-koblenz.de