Auch muslimische Handwerker sind im Kloster willkommen
 |
| Das Team um Metallbauermeister Edgar Rader fertigt die Glockenklöppel. |
Seit Handwerker in Maria Laach tonnenschwere Kirchenglocken produzieren, hat sich auch die Produktpalette der hauseigenen Kunstschmiede noch einmal vergrößert. Metallbauermeister Edgar Rader und seine Kollegen fertigen seither nämlich nicht nur kunstvoll geschwungene Treppengeländer, gusseiserne Wetterhähne, Laternen oder Grableuchten an. Auch bis zu 1,50 Meter lange und gut 80 Kilo schwere Glockenklöppel gehören zum Repertoire des Sechs-Mann-Betriebes.
„Einen schöneren Arbeitsplatz als hier im Kloster kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Rader, der die Kloster-Kunstschmiede Mitte der 80er Jahre als junger Lehrling kennen lernte und ihr seitdem treu geblieben ist. Den Gedanken, dass die Benediktinermönche in ihren Werkstätten ausschließlich Handwerker akzeptieren, die der katholischen Kirche angehören, verweist er übrigens ins Reich der Legenden. „Wir haben auch einige evangelische Christen hier und hatten auch schon einen Moslem als Lehrling“, betont der Metallbauermeister. Weshalb auf dem Dach der klösterlichen Schmiedewerkstatt ausgerechnet eine „heidnische“ Wetterhexe thront, kann auch er nicht erklären.