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Ab dem Jahrgang 2008 ...

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

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Fleischer seit 3 Generationen

Fleischermeisterin Birgit Seibel zum neuerlichen Fleischskandal: „Chance für Fleischer um die Ecke“

„Das Fleisch vom Metzger hat einen Namen und liegt nicht anonym in der Kühltruhe wie beispielsweise in einigen Supermärkten“, so Fleischermeisterin Birgit Seibel aus Koblenz. Die neuerliche Verunsicherung in der Bevölkerung aufgrund des aufgetauchten „Gammelfleisches“ sieht sie letztlich auch als Herausforderung für den Fleischer um die Ecke.

Foto: Privat und beruflich ein gutes Team: die beiden Fleischermeister Birgit und Frank Seibel.
Privat und beruflich ein gutes Team: die beiden Fleischermeister Birgit und Frank Seibel.

„Wir Fleischer können die regionale Herkunft des Fleisches lückenlos belegen und unsere Kunden darüber informieren. So haben wir bisher alle Krisen rund ums Fleisch überstanden, keine Kunden verloren, sondern eher neue hinzugewonnen“, betont Birgit Seibel. Die 42-Jährige ist gemeinsam mit ihrem Ehemann, Fleischermeister Frank Seibel, Inhaberin der Fleischerei Seibel/Seul. Diese wurde 1935 von ihrem Großvater gegründet. Fleischermeister Hans-Werner Seul, Obermeister der Fleischerinnung Koblenz, führte den Betrieb dann bis zur Übergabe an seine Tochter vor neun Jahren.

Fleisch „aus der Familie“

Bei Seibels stammt das Fleisch gewissermaßen „aus der Familie“. Alles Rindfleisch, was in der Fleischerei Seibel/Seul in Koblenz verarbeitet wird, kommt von einem Bauernhof auf dem Dieblicher Berg. Landwirt Peter Pistono ist der Schwager der Seibels. „Wir wissen, was gefüttert wird und unsere Kunden können sich vor Ort von der artgerechten Haltung der Tiere überzeugen“, betonen die beiden Fleischermeister. Als der Koblenzer Schlachthof schloss, wurde auf dem Gelände des Landwirts auch die neue Schlachtstätte gebaut. 10 bis 12 Schweine und ein bis zwei Rinder pro Woche werden hier geschlachtet und dann zu Fleischspezialitäten und an die 100 Wurstsorten weiter verarbeitet. „Eigene Schlachtung ist von Anfang an unser Markenzeichen, kurze Transportwege gewähren den Frischegenuss“, sagt Birgit Seibel. Sie verweist auf das vertrauensvolle Gespräch an der Ladentheke zwischen Verbrauchern und Fleischern. „Information und Aufklärung sind das A und O. Darin liegt auch unsere Stärke. Jemand, der gerne Fleisch isst, muss nicht Vegetarier werden. Wir stehen voll hinter unserem Fleisch. Die Kunden spüren das. Sie vertrauen uns auch darin, dass wir über die Fütterung der Tiere Bescheid wissen“, betont sie.

Partyservice und heiße Theke

Mit dem Partyservice haben sich die Seibels ein gern in Anspruch genommenes zweites Standbein aufgebaut. Bis zu 200 Personen können lukullisch verwöhnt werden. Die heiße Theke mit täglich 15 bis 20 frisch zubereiteten Gerichten genießt einen guten Ruf. Fleischwurst und Gulaschsuppe sind die Renner. „Bereits aufgeschnittene Wurst oder durchgedrehtes Hack wird man an unserer Fleischtheke nicht finden. Alles wird frisch zubereitet. Und wer 100 belegte Brötchen bestellt und sie in einer halben Stunde abholen möchte, bekommt sie. Wir geben 150 Prozent“, ist Frank Seibel überzeugt, der auch Mitglied im Gesellen- und Meisterprüfungsausschuss ist.

Steckbrief: Fleischerei Seul, Koblenz
Inh. Birgit Seibel | gegr. 1935 | eigene Schlachtung, Verarbeitung und Verkauf; Partyservice | 3 Mitarbeiter, darunter 1 Lehrling | Tel.: 0261/ 82 703

 
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