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Ab dem Jahrgang 2008 ...

... setzt die Handwerkskammer Koblenz die Onlineausgabe von Handwerk Special als E-Paper um.

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Obermeister Wolfgang Lautenbach:

Fleischkauf ist Vertrauenssache

Foto: Obermeister Wolfgang LautenbachTransparenz und Qualität sind für Wolfgang Lautenbach Schlüsselbegriffe, wenn es darum geht, wie das Fleischerhandwerk auch in Zeiten von Gammel- und Gefrierfleisch-Skandalen beim Verbraucher punkten kann. „Unsere Betriebe schlachten entweder selber oder sie beziehen ihre Ware ausnahmslos von verlässlichen und qualitätsbewussten Erzeugern zur Weiterverarbeitung“, betont der Obermeister der Fleischer-Innung Bad Kreuznach und selbstständige Fleischermeister in der Salinenstadt. „Daneben zeigen sie dem Kunden jederzeit gerne auf, auf welchem Weg die Wurst in die Auslage kommt. Fleischkauf, und das wird gerade wieder in diesen Tagen deutlich, ist Vertrauenssache.“

Auch Lautenbach konnte feststellen, dass der Verbraucher offenbar ein gutes Gespür dafür hat, in welchen Geschäften er sich sicher sein kann, dass er dort nur hundertprozentig frische und saubere Ware bekommt. In seinem Betrieb drängten sich in den vergangenen Wochen noch mehr Kunden als in skandalfreien Zeiten. „Kurzfristig wirken sich solche Dinge sicher belebend aus“, unterstreicht der Obermeister. Wenn die erste Hysterie um verdorbenes Rind- oder Schweinefleisch erst mal verflogen sei, würden viele Verbraucher aber wieder lieber zu den Billigangeboten aus dem Discounter greifen.

„Wenn ein Supermarkt ein Kilo Fleischwurst für 2,50 Euro verkauft, dann ist das ein Preis, der absolut nicht realistisch ist. Für diesen Preis kann niemand ordentliche Ware produzieren und gleichzeitig noch etwas Geld damit verdienen.“ Lautenbach hofft nun auf die Politik: „Viele Fleischer würden es begrüßen, wenn es gesetzlich verboten wäre, Lebensmittel wie Fleisch oder Käse unter dem Einstandspreis zu verkaufen.“ Dass der jüngste Fleischskandal auch zugleich der letzte bleibt, glaubt er trotzdem nicht: „Einige schwarze Schafe wird es vermutlich immer geben“, befürchtet er.

 
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