Eigene Schlachtung
Fleischermeister Scheid aus Lahr betreibt auch Viehzucht
„Passfotos“ sind noch keine abgebildet, aber ansonsten ähnelt so ein „Rinderpass“ doch in vielem einem bürgerlich-menschlichen Ausweis. Tag und Ort der Geburt, Rasse, Geschlecht, Ohrmarkennummer: Die Herkunft jedes einzelnen Tieres, das Fleischermeister Frank Scheid aus Lahr im Vorderhunsrück in seinem Betrieb schlachtet oder weiterverkauft, liegt so offen vor ihm wie die Seiten eines Buches.
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| Frank und Petra Scheid mit ihrer „Lacher“. Sie gehört schon fast zur Familie ... |
„Wir beziehen unser Schlachtvieh überwiegend von Bauern aus dem Hunsrück und der Eifel“, erklärt der Fleischermeister. Einige ausgewählte Viehwirte aus dem Allgäu und Niedersachsen zählen ebenfalls zu seinen Lieferanten. Doch auch Kühe und Bullen, die auf den Weiden des 23 Mitarbeiter starken Familienbetriebs aufgewachsen sind, verarbeiten Scheid und seine Fleischerkollegen nach der Schlachtung selbst. Nicht umsonst bezeichnet der Meister, der auch leidenschaftlich Viehwirtschaft betreibt, sein Unternehmen als „unseren kleinen Abenteuerpark“.
Dort sind die Scheidschen Wiesen, auf denen nicht nur Schlachtvieh, sondern auch mehr als 20 Milchkühe grasen. Da ist das große, in einer ehemaligen Schule untergebrachte Schlachthaus, in dem die Tiere ausgebeint werden. In Kastellaun und in Treis-Karden schließlich befinden sich die beiden Scheid-Filialen, die damit werben können, dass ihre Fleisch- und Wurstwaren garantiert aus eigener Schlachtung und oftmals sogar aus eigener Aufzucht stammen. Mehr Transparenz, mehr Sicherheit in punkto Fleisch ist kaum denkbar.
Von Wurst bis Partyservice
„In unseren Filialen wird die angelieferte Ware küchenfertig weiterverarbeitet“, sagt Hauswirtschaftsmeisterin Petra Scheid, die im Betrieb ihres Mannes den Bereich Partyservice übernommen hat. „Unsere Kunden wünschen überwiegend gute Hausmannskost. Dazu gehört auch, dass jeder, der etwas bei uns bestellt, eine ordentliche Portion Fleisch auf den Teller bekommt“, weiß sie um die Wünsche ihrer Kundschaft. Dass für die Zubereitung nur frische und hochwertige Ware in Frage kommt, versteht sich für sie von selbst. „Tiefgefrorenes Fleisch gibt es bei uns grundsächlich nicht“, betont sie. Mehr als ein Dutzend Fleischereien in der Region, die die „Scheid GmbH“ mit Frischfleisch beliefert, wissen so viel Qualitätsbewusstsein zu schätzen und vertrauen den Leistungen der Handwerker - genau wie später jenen die Kunden vertrauen.
Steckbrief: Metzgerei Scheid GmbH, Lahr
Gegr. 1974 | 23 Mitarbeiter, 6 Fleischer (2 Meister, 1 Lehrling) | eigene Schlachtung, Viehwirtschaft, Partyservice | Tel.: 02672/ 7164 |
www.scheid-fleisch.de