Handwerk Special.de HANDWERK SPECIAL  
Handwerk Special.de
HANDWERK SPECIAL
HANDWERK SPECIAL Handwerk Special HANDWERK SPECIAL Archiv HANDWERK SPECIAL Kontakt HANDWERK SPECIAL Handwerkskammer Koblenz HANDWERK SPECIAL
HANDWERK SPECIAL HANDWERK SPECIAL HANDWERK SPECIAL HANDWERK SPECIAL
Sie sind hier:handwerk-special.de/jahrgang 2006/hs 113 vom 04.09.06/Sri Lanka  
Handwerk Special
im Internet


Ab dem Jahrgang 2008 ...

... setzt die Handwerkskammer Koblenz die Onlineausgabe von Handwerk Special als E-Paper um.

Sie blättern im Internet wie in der gedruckten Ausgabe.

Mehr...


Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Sri Lanka-Hilfe läuft weiter

Neues Berufsbildungszentrum steht kurz vor seiner Eröffnung

Zahlreiche sri-lankische Handwerker werden von Oktober an in einem neuen Berufsbildungszentrum der HwK Koblenz an der Westküste Sri Lankas geschult. Die Pläne für ein weiteres Zentrum, das die HwK ursprünglich im nordöstlichen Teil des Landes errichten wollte, hat die Kammer aus Sicherheitsgründen jedoch aufgegeben.

Foto: Das neue Berufsbildungszentrum in Kaluthara steht kurz vor seiner Fetrtigstellung.
Das neue Berufsbildungszentrum in Kaluthara steht kurz vor seiner Fetrtigstellung.
Foto: Peter Rechmann, HwK-Projektleiter in Sri Lanka, zusammen mit der Bauleitung des neuen Berufsbildungszentrums.
Peter Rechmann, HwK-Projektleiter in Sri Lanka, zusammen mit der Bauleitung des neuen Berufsbildungszentrums.
Foto: Im Oktober soll die Schulung von Maurern starten.
Im Oktober soll die Schulung von Maurern starten.

Zum Teil blutige Auseinandersetzungen in der Region haben die Kammer dazu bewogen, sich stattdessen an der vom Bürgerkrieg nicht betroffenen Südküste zu engagieren. Ungeachtet der jüngsten Gewaltwelle in Sri Lanka mit landesweit schätzungsweise 1000 Toten setzt die HwK Koblenz ihr Engagement in dem südasiatischen Inselstaat fort. „Obwohl die Sicherheitslage in einigen Teilen des Landes derzeit besorgniserregend ist, können sich unsere sri-lankischen Partner darauf verlassen, dass wir unsere Projekte in Sri Lanka weiter voranbringen werden“, so HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert, der sich bei einer Sri Lanka-Reise vor wenigen Wochen selbst in dem Land umschaute und dabei auch in Krisenregionen unterwegs war.

Bereits anderthalb Jahre vor der Tsunami-Katastrophe, die Ende 2004 etwa 40.000 sri-lankischen Küstenbewohnern das Leben kostete, begann die Arbeit der Kammer in Sri Lanka. Neben zehn kleineren Büros, deren Mitarbeiter bis heute weit mehr als 1000 Betriebe beim Wiederaufbau beraten und unterstützt haben, betreut der Projektleiter der Kammer in Sri Lanka, Diplom-Volkswirt Peter Rechmann, seit einigen Monaten auch den Bau eines Berufsbildungszentrums in der west-sri-lankischen Küstenstadt Kalutara.

Hunderte Schweißer, Maurer, Zimmerer, Elektriker und Klimatechniker sollen nach der Fertigstellung des rund 4000 Quadratmeter großen Zentrums unter fachkundiger Leitung dort ihre Fertigkeiten verbessern.
Finanziert wird das Zentrum von der niederländischen Botschaft in Sri Lanka, die mit der HwK Koblenz zusammenarbeitet und fast 600.000 Euro zur Verfügung stellt, sowie vom Land Rheinland-Pfalz, das mit rund 90.000 Euro beteiligt ist. Kammermittel fließen nicht in den Bau ein, bei dem die HwK mit ihrem Know-how für die Koordination und Umsetzung des Projektes verantwortlich ist.

Wie sich Peter Rechmann bei seinem jüngsten Besuch auf der Baustelle überzeugen konnte, befinden sich die Arbeiten in Kalutara bereits in der Endphase „Wir arbeiten derzeit an der Ausstattung der Werkstätten und an den Lehrplänen“, so der 37-Jährige, „und wollen mit der Schulung von Maurern bereits im Oktober beginnen.“

Aufgrund der Auseinandersetzungen hat die Kammer entschieden, das zweite Berufsbildungszentrum nicht in Trincomalee, sondern in der süd-sri-lankischen Küstenstadt Galle zu bauen. Diese war von der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 besonders schwer betroffen. Ob die Kammer allerdings an ihren Plänen festhält, in der Stadt Ampara im Südosten Sri Lankas ein drittes Ausbildungszentrum zu errichten, scheint derzeit eher unwahrscheinlich. Der Grund: Der Weg nach Ampara führt durch Rebellengebiet, zudem befürchten Experten, dass es in der Stadt jederzeit zu Kampfhandlungen kommen kann. Die HwK-Spitze: „In Absprache mit der Deutschen Botschaft und dem Land Rheinland-Pfalz haben wir daraus die Konsequenz gezogen, Ampara vorerst ruhen zu lassen.“

 
Suche Start Mail Impressum