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Ab dem Jahrgang 2008 ...

... setzt die Handwerkskammer Koblenz die Onlineausgabe von Handwerk Special als E-Paper um.

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Jeden Tag Gas geben

Ruth Sattler leitet mit 26 Jahren Autohaus an vier Standorten

„Ich setze auf Teamarbeit und Komplettservice rund ums Auto. Ein gutes Verhältnis zu meinen Mitarbeitern und zu den Kunden unseres Autohauses ist mir sehr wichtig“, sagt Ruth Sattler. Seit 2004 ist die heute 26-jährige Dipl.-Betriebswirtin (FH) Geschäftsführerin im Autohaus Sattler in Neuwied.

Foto: Frau am Steuer: Unternehmerin Ruth Sattler aus Neuwied.
Frau am Steuer: Unternehmerin Ruth Sattler aus Neuwied.
Foto: Die Mannschaft um Chefin Ruth Sattler (3.v.r.): 91 Mitarbeiter zählt das Unternehmen an vier Standorten, in dem aktuell 20 Lehrlinge ausgebildet werden.
Die Mannschaft um Chefin Ruth Sattler (3.v.r.): 91 Mitarbeiter zählt das Unternehmen an vier Standorten, in dem aktuell 20 Lehrlinge ausgebildet werden.

Das 1946 von Kfz-Mechanikermeister Helmut Sattler sen. in einer alten Schmiede gegründete Unternehmen ist heute Ford-Vertragshändler und beschäftigt 91 Mitarbeiter, darunter 20 Lehrlinge, die im Stammhaus und drei Filialen in Dierdorf (Nutzfahrzeugzentrum), Westerburg (zusätzlich Suzuki-Vertretung) und Idstein (Hessen) arbeiten.

Menschlich,
leidenschaftlich, visionär

„Der Erfolg wird nicht allein durch hochklassige Technik bestimmt, sondern vor allem dadurch, wie die Kunden den Händler erleben“, ist Ruth Sattler überzeugt. „Jeder Tag ist ein neuer Anfang“, sagt die junge Unternehmerin und macht mit ihrem Auftreten deutlich, dass sie zu den Menschen gehört, die von sich und ihrem Umfeld erwarten, dass „Gas gegeben“ wird. Sie verrät schmunzelnd auch, dass sie „gut schlafen kann, auch wenn nicht immer alles reibungslos läuft“.

„Vor allem die Zeit nach dem frühen Tod meines Vaters, der das Familienunternehmen von 1990 bis 2003 geleitet hat, war sehr schwer.“ Sie erzählt, dass sie noch im Studium der Betriebswirtschaft - Schwerpunkte Automobilmarketing, Handel und Unternehmensführung - davon betroffen wurde. „Ich hätte mir einen anderen Unternehmenseinstieg gewünscht“, sagt sie nachdenklich. Sie hebt den unterschiedlichen Führungsstil hervor, bekennt aber, dass sie sich trotzdem noch immer oft die Frage stellt, wie der Vater entschieden hätte. Ihre Lebensphilosophie beschreibt sie als „menschlich, leidenschaftlich und visionär“. Sie sorgt für jugendlichen Schwung und Dynamik und überträgt dies auf ihre Mitarbeiter.

Zwischen Privatleben und Job kann sie nur schwer trennen. „Eins geht in das andere über. Das Autohaus bestimmt mein Leben. Es ist in Ordnung so, trotzdem versuche ich, nicht unentbehrlich zu sein“, betont sie.

Den Kunden etwas mehr bieten

Autoverkauf und Betreuung der Kunden inszeniert Ruth Sattler als besonderes Erlebnis. Im lichtdurchfluteten Ausstellungsraum sollen sich die Kunden wohlfühlen und das Autohaus „als freundlich empfinden“. „Wir bieten in jeder Filiale ein Frühstück an“, sagt sie und spricht von besonderen Aktionen, beispielsweise einen Reifenwechsel für 60 Cent. Eine Computeranlage in allen Bereichen des Unternehmens vereinfacht nicht nur die Arbeit - sie gewährleistet auch eine optimale Beratung und Information der Kunden.

Steckbrief: Autohaus Sattler, Neuwied
Filialen in Dierdorf, Westerburg, Idstein | gegr. 1946 | 91 Mitarbeiter, 20 Lehrlinge |
Internet: www.autohaus-sattler.de

Frauen-Power: Immer öfter leitet die „Chefin“ den Betrieb

18.500 Handwerksbetriebe haben derzeit ihren Sitz im nördlichen Rheinland-Pfalz. 4.157 Betriebe werden von Frauen geführt, das ist in etwa jeder vierte Betrieb und entspricht ca. 22,5 Prozent. Diese Zahl ist in den letzten 25 Jahren kontinuierlich gestiegen. 1981 leiteten lediglich 8 Prozent Frauen einen Handwerksbetrieb. Bei den von Frauen geführten Betrieben dominieren die Friseurunternehmen und Schneidereien. Selbstständige Meisterinnen gibt es aber auch in Berufen, die lange Zeit den Männern vorbehalten waren. Dazu gehören das Kfz-Handwerk, der Installateur und der Heizungsbauer, Tischler oder auch Gebäudereiniger.

Die HwK unterstützt Existenzgründerinnen durch ein umfassendes Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebot, so bei betriebswirtschaftlichen Fragen, bei der Erstellung des Unternehmenskonzeptes, den Möglichkeiten der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel, der betrieblichen und privaten Versicherung.

Infos bei der HwK-Betriebsberatung, Tel.: 0261/ 398-257, Fax: -994, E-Mail: beratung@hwk-koblenz.de, Internet: www.hwk-koblenz.de

 
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