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Ab dem Jahrgang 2008 ...

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Ausbildung liegt Arnulf Becker am Herzen

„Wir haben ein sehr harmonisches Miteinander. Die positive Stimmung strahlt auf unsere Gäste aus“, so Bäckermeister Arnulf Becker aus Alken. Seit 1987 betreibt er Backstube, Café und ein kleines Hotel. Im liebevoll gestalteten Gastraum gibt Ehefrau und Raumausstatterin Ulrike den Ton an.

Foto: Arnulf Becker (l.) bildet aus: Viktoria (M.) ist gerade in ihre Lehre gestartet, der hörbehinderte Patrik vor einem Jahr.
Arnulf Becker (l.) bildet aus: Viktoria (M.) ist gerade in ihre Lehre gestartet, der hörbehinderte Patrik vor einem Jahr.

Für seine drei Lehrlinge ist Arnulf Becker mehr als der Lehrmeister. „Ihre gute Ausbildung liegt mir am Herzen. Sie können sich mit allen Problemen an mich wenden. Sie sollen das Gefühl haben, dass ich ihnen vertraue und sie schätze. Das stärkt ihr Selbstwertgefühl.“

Seit 1994 ist er Lehrlingswart der Bäcker-Innung Rhein-Mosel und Mitglied im Prüfungsausschuss für sein Handwerk. „Ausbildung ist Zukunft für die jungen Leute, für das Handwerk und für mich. Durch mein Ehrenamt bin ich up to date. Ich kann mitreden und meinen Einfluss geltend machen, wenn beispielsweise Ausbildungsinhalte und Prüfverfahren geändert werden“, betont er.

Für die Einstellung eines Lehrlings ist eine körperliche Beeinträchtigung kein Hindernis. Der 17-jährige Patrick Probst ist hörbehindert. „Er ist sehr engagiert, kompensiert mit den Augen, was die Ohren nicht leisten“, so Arnulf Becker. Patricks Leistungen während des Praktikums haben ihn überzeugt. „Seine Mutter steht voll hinter der Ausbildung, achtet darauf, dass er immer pünktlich ist.“ Das Engagement des Chefs wird auch deutlich, indem er Bäckerlehrling Viktoria aus Moorshausen eine Unterkunft für die Wintermonate anbietet. „Jetzt kommt sie täglich mit dem Roller. Das wird dann nicht immer möglich sein.“

Für den Lehrlingswart zählen Bereitschaft, Spaß am Beruf und Einsatz mehr als Schulnoten. Das Praktikum vorab ist ein Muss. „Dabei lernt man sich gegenseitig und der Jugendliche den Beruf kennen. Viktoria hat ein Praktikum als Bäckereifachverkäuferin gemacht. Gemeinsam haben wir festgestellt, dass sie für den Bäckerberuf besser geeignet scheint“, erzählt Arnulf Becker. „Ich habe den Ausbildungswechsel bisher nicht bereut“, freut sich auch das Lehrmädchen.

Steckbrief: Café Arnulf Becker, Alken
Gegr. 1987 | 7 Mitarbeiter (3 Lehrlinge) | Bäckerei u. Konditorei | Café u. Hotel | Tel.: 02605/ 96320 | www.cafe-becker-alken.de

 
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