Handwerk Special.de HANDWERK SPECIAL  
Handwerk Special.de
HANDWERK SPECIAL
HANDWERK SPECIAL Handwerk Special HANDWERK SPECIAL Archiv HANDWERK SPECIAL Kontakt HANDWERK SPECIAL Handwerkskammer Koblenz HANDWERK SPECIAL
HANDWERK SPECIAL HANDWERK SPECIAL HANDWERK SPECIAL HANDWERK SPECIAL
Sie sind hier:handwerk-special.de/jahrgang 2006/hs 113 vom 04.09.06/Scherhag  
Handwerk Special
im Internet


Ab dem Jahrgang 2008 ...

... setzt die Handwerkskammer Koblenz die Onlineausgabe von Handwerk Special als E-Paper um.

Sie blättern im Internet wie in der gedruckten Ausgabe.

Mehr...


Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

HwK-Präsident Scherhag zur Ausbildungssituation

Die Wirtschaft erholt sich, die Aussichten sind optimistisch. Spiegelt sich das auch im Ausbildungsengagement wider? Wie sieht die momentane Lehrstellensituation aus?

Die jüngsten Konjunkturumfragen der deutschen Wirtschaft sind optimistisch: Der Aufschwung hält an. Diese Einschätzung wird auch durch das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz geteilt. Mit Blick auf das neue Ausbildungsjahr wollen wir von Karl-Heinz Scherhag, Präsident der HwK Koblenz, wissen, ob sich diese positive Entwicklung auch auf das Ausbildungsengagement der Unternehmen niederschlägt und wie die Kammer grundsätzlich die Situation am Lehrstellenmarkt 2006 beurteilt.

Foto: HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag
HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag

Herr Scherhag, die meisten Betriebe beurteilen die Konjunktur-aussichten wesentlich positiver als noch vor Jahresfrist. Wirkt sich dieser Optimismus auch auf die Ausbildung aus?

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der konjunkturellen Gesamtsituation und dem Ausbildungsverhalten. Im vergangenen Jahr, als viele Betriebe den Markt eher abwartend bewerteten, hat die Kammer deshalb auch vor einem drohenden Lehrstellenschwund gewarnt. Da die große Mehrheit der Handwerksbetriebe ihre Aussichten aktuell deutlich besser beurteilt, entspannt sich erfreulicherweise auch die Lehrstellensituation. Was für uns allerdings nicht heißt, dass wir uns deshalb schon zurücklehnen können.

Obwohl das Ausbildungsjahr 2006 bereits begonnen hat, verzeichnet die HwK-Lehrstellenbörse noch fast 100 freie Ausbildungsplätze. Wie bewerten Sie das?

Ich spreche dem Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz ein dickes Lob aus. Das Ausbildungsengagement hier ist seit Jahren überdurchschnittlich. Auch die Zusammenarbeit der Betriebe mit unserer Pädagogischen Anlaufstelle, die die Lehrstellenbörse ständig aktualisiert, funktioniert sehr gut. Eine Informationsquelle, die sehr stark genutzt wird. Das zeigen die Befragungen der Jugendlichen. Wenn die Börse aktuell noch knapp100 freie Plätze in mehr als 30 Berufen für 2006 verzeichnet, dann spricht das für die Vielfalt des Angebots im Handwerk. Vor diesem Hintergrund und mit dem Wissen um die insgesamt rund 100 Jugendlichen, die sich derzeit in einem Berufspraktikum im Rahmen der „Einstiegsqualifizierung für Jugendliche“ (EQJ) befinden, gehen wir von ausgeglichenen Zahlen zum Jahresende aus.

Inwiefern hat die HwK-Ausbildungskampagne dazu beigetragen, dass noch mehr Betriebe Lehrstellen geschaffen haben?

Wenn sich Kirchen, Politik, Kommunen oder das Ehrenamt gemeinsam für Lehrstellensuchende stark machen, wie das im Rahmen unserer Kampagne geschieht, dann trägt das sicherlich dazu bei, das allgemeine Bewusstsein für die Wichtigkeit der Ausbildung zu schärfen. Wenn ein junger Mensch nicht die Chance hat, einen Beruf zu erlernen, ist das nicht nur eine persönliche Tragödie. Es betrifft die ganze Gesellschaft. In diesem Zusammenhang erinnere ich auch an unsere Morgen-Meister-Kampagne: Die Lehrlinge von heute sind die Meister von morgen. Wir reden hier über Meister, die Unternehmen gründen, Arbeitsplätze schaffen, Jugendliche ausbilden. Hier schließt sich der Kreis zwischen Ausbildung und Meisterqualifikation.

Das Engagement der Kammer schließt auch einen engen Dialog mit der Politik ein. Jüngst senkte die landeseigene Investitions- und Strukturbank (ISB) die Zinsen für Ausbildungsplatzdarlehen. Ein weiterer Anreiz für zusätzliche Lehrstellen?

Auf jeden Fall. Die Ausweitung des Ausbildungsplatzdarlehens ist ein wichtiges und hilfreiches Signal für alle Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, und auch für die, die derzeit die Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Lehrstellen prüfen. Dass die ISB den Zinszuschuss von 1,25 noch einmal auf 2 Prozent angehoben hat, ist ein weiterer Anreiz, auszubilden. Auch hier haben wir uns als Kammer stark gemacht und im Politik-Dialog etwas für die Jugendlichen erreichen können.

Infos zur Lehre im Handwerk und freie Lehrstellen bei der HwK-Ausbildungsberatung,
Tel.: 0261/ 398-323, Fax: -989, E-Mail: aubira@hwk-koblenz.de,
Internet: www.hwk-koblenz.de, Webcode: lehrstellen

 
Suche Start Mail Impressum