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Ab dem Jahrgang 2008 ...

... setzt die Handwerkskammer Koblenz die Onlineausgabe von Handwerk Special als E-Paper um.

Sie blättern im Internet wie in der gedruckten Ausgabe.

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Willkommen im Handwerk

Freundliche Einstellung gegenüber ausländischen Lehrlingen

Offenheit und Toleranz - die zeigt das Handwerk auch ausländischen Mitbürgern gegenüber. Über 2,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind ausländischer Herkunft. Im Handwerk beginnt die Integration ausländischer Beschäftigter bereits mit der Ausbildung.

Die Ausbildungsberater und Lehrstellenakquisiteure der Handwerkskammer Koblenz berichten übereinstimmend, dass die Handwerksbetriebe eine positive Einstellung gegenüber ausländischen Jugendlichen haben. Auch für die jungen Leute ohne deutschen Pass gilt der Grundsatz: Wer lernen möchte, dem stehen alle Möglichkeiten offen, vom Gesellenbrief bis zum Handwerksmeister. 381 ausländische Jugendliche sind derzeit in der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Koblenz eingetragen. Sehr begehrt sind dabei die Berufe Kfz-Mechatroniker, Maler und Lackierer sowie Friseur.

Zahlreiche ausländische Jugendliche bereiten sich derzeit in den Berufsbildungszentren der HwK in Koblenz, Bad Kreuznach, Rheinbrohl und Herrstein in verschiedenen Maßnahmen auf ihre Integration in Berufs- und Arbeitswelt vor. Die Maßnahmen der Pädagogischen Anlaufstelle der HwK werden von den örtlichen Arbeitsagenturen finanziell gefördert. Für die Mitarbeiter der PA ist die berufliche und soziale Eingliederung von Jugendlichen mit Startschwierigkeiten seit 25 Jahren Herzenssache.

Ausländische Lehrlinge berichten:

Foto: Atilla GüvenDer türkische Kfz-Mechatronikerlehrling Atilla Güven aus Rosenheim/Ww. ist in Deutschland geboren. Er lernt sein Handwerk im Autohaus Lück in Nauroth. „Ich habe bereits eine abgeschlossene Lehre als Konstruktionsmechaniker“, erzählt der 23-Jährige. „Nachdem es mit einer Arbeitsstelle nicht geklappt hat, habe ich mich zu einer zweiten Lehre entschlossen. Ich bin sicher, dass sich dadurch meine Arbeitsmarktchancen erhöhen.“ Atilla berichtet, dass er sich wohl fühlt in seinem Arbeitsteam und keine Fremdenfeindlichkeit kennt. „Man muss sich aber auch an die Gegebenheiten des Landes, in dem man lebt, anpassen“, ist er überzeugt. Den „Ehrenmord“ an der Türkin Arzu Sürücü, die wegen ihres westlichen Lebensstils bei ihrer Familie in Ungnade gefallen war und deshalb vom Bruder umgebracht wurde, lehnt er entschieden ab. „Wir haben in der Familie diskutiert und sind überzeugt, dass der Sohn der Ermordeten nicht in der Familie aufwachsen darf. Einen derartigen Zynismus kann es nicht geben.“

Foto: Özcan AcarGelebte Toleranz

Özcan Acar aus Bad Breisig stimmt dem zu. Der kurdische Metallbauer in spe wird in der Firma Schmickler & Schäfer in Sinzig ausgebildet. „Ich bin glücklich in Deutschland, achte die Menschen und ihre Lebensart und werde geachtet. Mit meinen Eltern spreche ich kurdisch, mit den Geschwistern deutsch. In der Familie wird Toleranz gelebt.“

Als Kfz-Mechatroniker zurück nach China

Foto: Lin WangLin Wang kommt aus Peking. Er lebt jetzt in Koblenz und wird in der Firma Löhr & Becker Automobile zum Kfz-Mechatroniker ausgebildet. „Nach Deutschland bin ich mit einer Studentenaustauschgruppe gekommen. Das duale Ausbildungssystem hat mich fasziniert. Mit der Familie habe ich beschlossen, mein Studium zu unterbrechen und eine Lehre in Deutschland zu machen. Später werde ich nach China zurückgehen und mein Studium wieder aufnehmen oder für eine deutsche Autofirma arbeiten“, erzählt der 26-Jährige. „Deutschland ist wunderschön, die Kumpel sind o.k., nur die deutsche Grammatik ist schwer.“ An die Küche hat er sich inzwischen gewöhnt. „Außerdem gibt es genügend Chinarestaurants“, lacht er.

„Es musste etwas Handfestes sein!“

Foto: Carmen Quandel„Ich habe es nicht so mit Blumen und Kindern und wollte deshalb einen handfesten Beruf lernen“, bekennt Carmen Quandel. Die 21-Jährige aus Liebenscheid im Westerwald wird in der Fuhrländer AG in Waigandshain ausgebildet. „Mein Vater ist auch Metallbauer, sodass mein Berufswunsch nicht ganz unvermittelt kommt“, erzählt sie. Nach der Lehre plant die junge Frau zur Bundeswehr zu gehen. Akzeptanzprobleme hat sie keine. „Ich werde mit Respekt behandelt und komme mit den Jungs gut klar“, berichtet sie. Ausdrücklich lobt sie den Umgang mit den Ausbildern der Handwerkskammer Koblenz, die sie während der überbetrieblichen Ausbildung in die Feinheiten ihres Berufs einweisen. „Korrekt, fair, rücksichtsvoll“, so ihr Urteil.

Foto: Hendrik Still„Absolut mein Traumberuf!“

Der 19-jährige Hendrik Still sagt es mit voller Überzeugung: „Ich habe meinen Traumjob gefunden!“. Im DTM-Team Phoenix Racing absolviert er zurzeit eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker. Selbst Rennfahrer im Toyota Yaris Cup, kommt ihm diese Ausbildung natürlich sehr entgegen. Sitzt Hendrik am Steuer seines 118 PS-Flitzers, kümmern sich die Freunde Carsten und Elia um die Technik. Beide sind selber noch in der Lehre zum Kfz-Mechatroniker, der eine im Autohaus Vornberger, der andere im Autohaus Baum (beide Bad Neuenahr-Ahrweiler).

Informationen zu freien Lehrstellen im Handwerk und alles Wissenswerte in Sachen „Ausbildung“ bietet die HwK Koblenz im Internet. Unter www.hwk-koblenz.de, Webcode „Lehrstellen“, gibt es einen Überblick zu aktuell über 100 freie Lehrstellen.

Infos zur Lehre bei der HwK-Ausbildungsberatung, Tel.: 0261/ 398-323, Fax: -989,
E-Mail: aubira@hwk-koblenz.de, Internet: www.hwk-koblenz.de

 
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