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Ab dem Jahrgang 2008 ...

... setzt die Handwerkskammer Koblenz die Onlineausgabe von Handwerk Special als E-Paper um.

Sie blättern im Internet wie in der gedruckten Ausgabe.

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Nachgefragt

... beim Präsident Baugewerbeverband

Seit Dezember 2005 steht der gelernte Zimmerer, Architekt und Diplom-Ingenieur für Holztechnik Harald Neubauer dem Baugewerbeverband Rheinland e.V. als Präsident vor. Der 48-jährige selbstständige Unternehmer aus Dörth im Gespräch mit Handwerk Special:

Herr Neubauer, die konjunkturelle Stimmung im Handwerk insgesamt hat sich deutlich aufgehellt. Wie sieht es im Baugewerbe aus?

Foto: Harald NeubauerNach meiner Beobachtung scheint die lang anhaltende Talfahrt zum Ende zu kommen. Das Baugewerbe profitiert zurzeit von Energiesparmaßnahmen, von nicht mehr aufschiebbaren Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Hand, von Aufträgen unter Einbeziehung der Eigenheimzulage sowie aufhellenden Tendenzen im Gewerbebau.

Wenn hier auch die Politik noch die richtigen Schritte einleiten würde, wie beispielsweise durch die Senkung der Mehrwertsteuer auf die Hälfte bei Bau- oder Modernisierungsmaßnahmen, wäre der Schub nach vorne gegeben. Andere Länder haben so ihre Arbeitslosenzahlen deutlich gesenkt und nur so könnte ein Teil des Stellenabbaues der letzten Jahre von circa 700.000 Arbeitsplätzen wieder aufgefangen werden. Deutschland war immer ein Land im Bau, ich würde mir wünschen, dass es wieder so wird.

Wo sehen Sie für die Bauhandwerke neue Potenziale und Märkte?

Die zukünftigen Märkte werden sich von dem Neubau in den hochwertigen, qualifizierten Umbau, die Restaurierung, die Nutzungsveränderungen, die Umwidmung von Bauten verlagern. Ein weiteres zu beachtendes Projekt wird Public-Privat-Partnership (PPP) sein, d.h. die Ausführung von Bauten im öffentlichen Interesse durch Bauunternehmer.

Welche Impulse kann der Baugewerbeverband seinen Mitgliedern geben?

Der Baugewerbeverband Rheinland e.V. als Organisation der mittelständischen Bauwirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz ist dazu prädestiniert, seinen Mitgliedern für die Zukunft Herausforderungen und Unterstützung zu geben, sei es bei der Betriebsanalyse, bei der Fortbildung, bei der marketingmäßigen Neupositionierung.

Wohin gehen die Trends im privaten Haus- und Wohnungsbau?

Der private Haus- und Wohnungsbau steht, wie vieles in der Gesellschaft, ebenso vor bedeutenden Umwälzungen. Während einerseits die Einwohnerzahl in Deutschland voraussichtlich sinken wird, ist gleichwohl ein Ansteigen der Anzahl der Haushalte prognostiziert. Es wird weiter ein Wettbewerb stattfinden zwischen einerseits weiter wachsenden wirtschaftlichen Ballungs- und Kernregionen und andererseits der Notwendigkeit, auch den ländlichen Raum wohnmäßig interessant zu gestalten.

Der private Haus- und Wohnungsbau wird sich lösen müssen von der reinen Befriedigung der Grundversorgung „wohnen“ hin zu den Trends Wellness, Luxus, Ökologie, Energieeffizienz. Auch die elektronische Hausvernetzung eröffnet ungeahnte Potenziale. Wir stehen also vor sehr interessanten Zeiten, die hohe Herausforderungen in sich bergen. Nur mit einem notwendigen Schuss an Optimismus, Schaffenskraft und mit einer Organisation im Rücken lassen sich diese Problemfelder auch angehen.

Informationen beim Baugewerbeverband Rheinland e.V.,
Tel.: 0261/ 304060, Internet: www.baugewerbeverband-rheinland.de

 
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