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Ab dem Jahrgang 2008 ...

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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

Zu erreichen sind sie über

archiv.handwerk-special.de

Salzbrand Keramik 2006

Wissenswertes rund um den Salzbrand

Salzglasur - kratz- und säurefest

Bei der Herstellung der klassischen Salzglasur wird während des Brandes Kochsalz in den Ofen eingebracht. Das verdampfende Salz reagiert mit dem Wasserdampf und die dabei entstehenden Chlornatriumdämpfe schlagen sich dann als Glasur auf dem Scherben nieder. Die Salzglasur ist äußerst kratzfest, säure- und alkoholbeständig. Sie wurde in der Vergangenheit deswegen gerne für Bierkrüge, Sauerkrauttöpfe etc. verwendet. Salzglasur wird reduzierend gebrannt, das heißt, im Ofen darf es während und nach dem Salzen keine Sauerstoffzufuhr geben.

Red und Knibis - traditionelle plastische Verzierungsverfahren des rheinischen Steinzeugs

Durch die Knibis-Technik werden mit dem Knibisholz, einem Werkzeug mit abgeflochtenem, 1-3 cm breitem Ende, Vertiefungen erreicht, die vor dem Salzbrand oft mit Smalte gefüllt werden. Mit dem Red-Holz eingeschnittene Konturen grenzen mit Smalte bemalte Felder ab.

Kölnischbraun, Braungeflammt, Kristallbraun

Die Herstellung des fleckig braunen salzglasierten Steinzeugs hat in Köln im frühen 16. Jahrhundert begonnen und ist hier zuerst zu einem Kunstzweig geworden. Von Köln aus ist der Antrieb zu künstlerisch verziertem braunem Steinzeug mit aufgelegtem Reliefschmuck in die Töpferorte Raeren, Siegburg und Frechen vorgedrungen.

Salzglasur im Kannenbäckerland

Seit 500 Jahren bilden der helle graue Scherben und seine Dekoration mit kobaltblauer und manganvioletter Farbe in Verbindung mit der Salzglasur das Markenzeichen der international anerkannten Töpferkultur des Kannenbäckerlandes. Als Steinzeug hat es auch ohne die Glasur einen dichten, wasserundurchlässigen, gesinterten Scherben, ist laugen- und säurebeständig (außer Flusssäure) und von großer mechanischer Festigkeit. Seit dem 13./14. Jahrhundert im Kannenbäckerland hergestellt, erzielte das salzglasierte Steinzeug im Westerwald im 17. Jahrhundert innerhalb weniger Jahrzehnte eine technische, künstlerische und absatzmäßig ungeahnte Blüte, während die anderen Zentren ihre Bedeutung verloren.

Die Ausstellung in der Galerie Handwerk in der Rizzastraße 24-26, 56068 Koblenz, ist vom 14. Mai bis 18. Juni 2006 täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Infos in der Galerie Handwerk, Tel.: 0261/ 398-277, Fax: -993, E-Mail: galerie@hwk-koblenz.de
www.salzbrand.de

 
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