Lehrlinge bekennen Farbe
„In einem neu gebauten Bürgerzentrum soll ein Bistro/Café eingerichtet werden. Es handelt sich um einen abgeschlossenen Raum ohne direkten Zugang zu den anderen Verkaufsflächen. Die Farbgestaltung muss modern und nicht aufdringlich sein. Der Kunde wünscht einen Gestaltungsvorschlag“, lautet ein Auftrag für die Maler- und Lackiererlehrlinge im ersten Lehrjahr.
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| Lehrling André Schirmer muss bei der komplexen Projektaufgabe auf viele Details achten. |
Während der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) bei der HwK Koblenz werden die jungen Leute auf die Lösung solcher komplexen Aufgaben vorbereitet. „Die Anforderungen umfassen das Erstellen vom Aufmaß nach VOB, das Anfertigen einer Farbskizze des Ladenlokals, das Gestalten von Musterplatten der Wände und Theke inklusive Schriftzug sowie eine Leistungsbeschreibung der angewendeten Arbeitsverfahren“, erläutert Maler- und Lackierermeister und HwK-Ausbilder Bruno Bockshecker die Projektaufgabe.
„Nach In-Kraft-Treten der neuen Ausbildungsordnung für das Maler- und Lackiererhandwerk im Juli 2003 hat sich der Umfang der überbetrieblichen Lehrgänge von vier auf acht Wochen erhöht“, erklärt Maler- und Lackierermeister Rolf Deutsch, ebenfalls Ausbilder bei der HwK. „Vom Maler und Lackierer wird umfassendes Know-how, vom Kundengespräch über Materialauswahl, Denkmalpflege, Gestaltung und Umweltschutz, erwartet. Diese Fähigkeiten, die die Lehrlinge bereits in der Gesellenprüfung nachweisen müssen, können nicht allein aus dem Betriebsalltag heraus vermittelt werden. Die ÜLU ergänzt die Ausbildung in Theorie und Praxis in Berufsschule und Betrieb in hervorragender Weise.“
Maler- und Lackierermeister Helmut Korten aus Kreuzberg ist überzeugt, dass ein „gut ausgebildeter Geselle von großem Nutzen für den Betrieb ist“. „Lernen kann man nie genug, man muss es aber auch wollen und die Lehrjahre intensiv nutzen“, sagt er. Von seinen Lehrlingen Marcel Schreiber und André Schirmer, die die ÜLU bei der HwK besuchten, ist er überzeugt, dass sie den „Ausflug zur Handwerkskammer nicht als Urlaub sehen, sondern Zusatzwissen für ihren Beruf erwerben“.
Infos bei der HwK-Ausbildungsberatung, Tel.: 0261/ 398-323, Fax: -989,
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