Im Einsatz für die alten Römer
Meister und Restaurator im Maurerhandwerk Christof Setz setzt auf Bauen im Bestand
Für Christof Setz aus Idar-Oberstein ist das Bauen im Bestand und die Bausanierung der einzige Wachstumsmarkt in der Bauwirtschaft.
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| Maurermeister und Restaurator Christof Setz (3.v.r.) engagiert sich in den Lehrgängen des HwK-Zentrums für Restaurierung und Denkmalpflege wie hier im Seminar Bruchsteinmauern. |
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| Mit Sicherungsarbeiten an historischen Bauten wie den Kaiserthermen in Trier hat sich Christof Setz einen Namen in der Denkamlpflege gemacht. |
Seit 1996 ist der Maurermeister selbstständig. 2003 qualifizierte er sich bei der HwK Koblenz im Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege in Herrstein zum geprüften Restaurator im Maurerhandwerk. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen der Denkmalpflege ist für den Restaurator selbstverständlich. Bereits bei seinem Abschlussprojekt, einer kleinen Kapelle in Remagen, arbeitete er eng mit der Kirchengemeinde, dem Bistum Trier und den zuständigen Denkmalfachbehörden sowie dem Institut für Steinkonservierung (IFS) in Mainz zusammen.
„Man muss jedes Objekt individuell betrachten, da eine falsche Behandlung gerade in der Denkmalpflege und Altbausanierung zu unwiederbringlichen Verlusten führt“, weiß er. Baustellenmischungen nach historischen Rezepturen, die sich insbesondere bei problematischen Untergründen, z.B. historischen Kalk- oder Kalkgipsmörteln, bewährt haben, gehören wie die Instandsetzung von Natursteinmauern und Sandsteinsanierung zu seinem Leistungsspektrum.
Durch moderne Technologien wie digitale Vermessung und Kartierung können die von den Denkmalfachbehörden immer häufiger geforderten vorbereitenden und begleitenden Dokumentationen seiner Restaurierungsarbeiten viel schneller erstellt werden.
Arbeiten am Weltkulturerbe
Im Auftrag von Burgen, Schlösser, Altertümer (BSA), einer Abteilung des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, führte Setz bereits mehrere Konservierungsmaßnahmen an den Kaiserthermen und dem Amphitheater in Trier durch. Die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Denkmäler erforderten dabei ein Höchstmaß an Sensibilität und Flexibilität, galt es doch, eine nicht nur speziell auf das historische Erscheinungsbild des römischen Mörtels abgestimmte, sondern auch möglichst authentische Baustellenmischung zu entwickeln. Nur durch die Herstellung zahlreicher Musterflächen aus natürlichem hydraulischen Kalk, Sand und Zuschlägen aus Ziegelsplitt konnten Abbindeverhalten, Witterungsbeständigkeit und Elastizität optimiert und die „richtige“ Mischung für die antiken Mauern definiert werden.
Sein Wissen gibt Christof Setz als Dozent in den Meister- und Restauratorenkursen der HwK Koblenz weiter: „Die Instandhaltung ist ebenso wichtig wie die Instandsetzung. Die regelmäßige Pflege jeglicher Bausubstanz kann Kostenexplosionen vermeiden.“



Steckbrief: Setz Bausanierung, Idar-Oberstein
Gegr. 1996 | Bauen im Bestand, Denkmalpflege | 2-5 Mitarbeiter | Tel.: 06784/ 981054 | Internet:
www.bausanierung-setz.de