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Salzbrand Keramik 2006
Internationaler Wettbewerb und Ausstellung
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| Die Objekte der Preisträger des Salzbrandwettbewerbes 2006: Schale von John Dermer (vorne, Preis Salzbrand Keramik), dahinter die Arbeiten von Petra Wolf, Petra Bittl und Ane-Katrine von Bülow, die eine Auszeichnung erhielten. |
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John Dermer, Australien, Preis Salzbrandkeramik 2006, Schale und Vasenobjekte, 2005
Begründung der Jury: Der Preisträger Salzbrandkeramik 2006, John Dermer, wurde 1949 in Melbourne geboren und hat seit 1974 eine eigene Werkstatt in Yackandandah, Australien. Die Salzbrand-Jury begründete ihre Wahl wie folgt: John Dermer aus Australien gelingt es souverän, hoch gebrannte Porzellangefäße mit meisterlich gelenktem Salzfluss wie selbstverständlich zu überziehen. Ebenso herausragend erscheint das kühne, gleichwohl sensible Spiel mit traditionellen Gefäßformen. Die wohltuende Zurückhaltung in Form und Farbe der Gefäßgruppe stellt die salzglasierten Oberflächen in den Vordergrund und überzeugt durch ihre große harmonische Gesamtpräsenz. |
Europa, Asien, Australien, USA: Die Keramikwelt trifft sich in Koblenz. Seit 1983 ist der internationale Wettbewerb Salzbrand Keramik der Handwerkskammer Koblenz weltweit Anreiz für Keramiker, sich mit dem Thema Salzglasur auseinander zu setzen. 170 Teilnehmer an Wettbewerb und Ausstellung ermöglichen 2006 einen Überblick über das aktuelle kreative Potenzial einer traditionsreichen Technik, die im Kannenbäckerland im Westerwald eine ihrer Wurzeln hat.
Die Palette reicht auch in diesem Jahr von der Gebrauchskeramik bis zur Plastik, vom funktional bestimmten Design bis zu freien Objekten. Nach seinem nationalen Start 1978 hat der Wettbewerb in Koblenz alle drei bis fünf Jahre Tradition und forderte in diesem Jahr bereits zum siebten Mal weltweit Keramiker auf, in Koblenz ihre Arbeit dem Urteil einer fachkundigen, international besetzten Jury zu stellen. Aus über 800 eingereichten Arbeiten von 170 Teilnehmern wurden die Preisträger ermittelt. Ihre Exponate sowie die Wettbewerbsarbeiten sind ab Mai des Jahres in der Galerie Handwerk Koblenz zu sehen. Eine exquisite und exklusive Ausstellung, denn mehr als ein Drittel der Einreicher stammt aus dem Ausland.
Der Preis Salzbrandkeramik 2006, dotiert mit 7.000 Euro, geht an den Australier John Dermer, dem es souverän gelingt, hoch gebrannte Porzellangefäße mit meisterlich gelenktem Salzfluss zu überziehen. Zusätzlich vergab die international besetzte Jury drei mit jeweils 1.000 Euro verbundene Auszeichnungen. Sie gehen an Petra Bittl aus Bonn für ihre aus farbiger Steinzeugmasse gebaute Gefäßkeramik, an Ane-Katrine von Bülow aus Kopenhagen in Dänemark für monumentale Porzellanschalen und an Petra Wolf aus Brüggen für ihre perforierten und gedehnten plastischen Arbeiten.
Salzbrand bei hohen Temperaturen, Holzbrandarbeiten und Niedrigsalzbrand, aufgedampfte oder bei niedrigen Temperaturen eingesetzte, aufgepinselte oder aufgestreute Salze: Wie schon in der Vergangenheit ist es der HwK Koblenz wichtig, Arbeiten von möglichst vielen Teilnehmern in der Ausstellung und in dem begleitend erscheinenden Katalog zu präsentieren und damit für den Besucher - bei einem ungestörten Blick auf das weltweite Salzbrandschaffen - den Weg für ein eigenes Urteil frei zu machen. So beschränkte sich die Jury daher im Wesentlichen darauf, die Preisträger zu ermitteln und für die Ausstellung selbst Empfehlungen auszusprechen.
Die Austellung im Mai 2006 zeigt Exponate von allen Teilnehmern. Es erscheint ein vierfarbiger Begleitkatalog mit Abbildungen von Arbeiten jedes Teilnehmers sowie einem Textbeitrag von Konrad Schneider, Archivar aus Frankfurt, der die Wege der Salzbrandkeramik durch die Jahrhunderte nachzeichnet, und einem Beitrag von Hans-Peter Jakobson, dem Leiter des Museums für Angewandte Kunst in Gera, der sich mit der Salzglasur in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg beschäftigt.
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| Petra Wolf, Deutschland, Auszeichnung: Perforierter Schwammkörper, 2005, gedehnt und auch von innen heraus perforiert, im Schrühbrand bei 900° C gebrannt. |
Petra Bittl, Deutschland, Auszeichnung: Gefäß, 2005, farbige Steinzeugmasse, Smalte, Salzlösung, Porzellanengoben in Abdeck- und Ritztechnik, im Gasofen reduzierend bei 1200° C gebrannt. |
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| Ane-Katrine v. Bülow, Dänemark, Auszeichnung: Schale, 2004, Porzellan, Dekor Serigraphie / Übertragung durch Lichtprojektion, Salzbrand bei 1270° C im Holzofen. |
Susanne Bartram, Deutschland, Gefäß, schamottierte Steinzeugmasse. Susanne Bartram aus Ransbach-Baumbach wurde 2006 als beste Absolventin der Meisterprüfung im Keramikerhandwerk geehrt. |
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| Platte von Sally Howes, Australien, 18 x 21,5 cm |
Aage Birck, Dänemark, Deckelgefäß mit Werkzeug, 2005, Steinzeug. |
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| Barbo Hernes, Norwegen, Schalen, 2005, Steinzeug. |
Soo-Hong Jang, Korea, Astrum, 2005, 40 x 40 cm, Salzglasur, Holzbrand bei 1300° C. |
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| Michael Sälzer, Deutschland, Gefäßobjekt, Steinzeug. Im Holzofen bei 1550° C gebrannt. |
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Salzbrand Keramik 2006 - Internationaler Wettbewerb und Ausstellung
Galerie Handwerk Koblenz
14. Mai bis 18. Juni, täglich von 11-18 Uhr
Rizzastraße 24-26, 56068 Koblenz
Eröffnung: Samstag, 13. Mai, 17 Uhr
Katalog zur Ausstellung: 30 Euro
Vorbestellungen nimmt die Galerie Handwerk Koblenz entgegen.
Informationen unter Tel.: +49/261/398-277, E-Mail: galerie@hwk-koblenz.de
Internet: www.galerie-handwerk-koblenz.de
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