Handwerksordnung
Rumänische Abgeordnete zu Gast

HwK-Vizepräsident und Ehrenkreishandwerksmeister Werner Wittlich (Mitte) erläuterte den rumänischen Parlamentariern in Montabaur die Aufgaben und Arbeitsweise der Kreishandwerkerschaften und Innungen. |
Rumänien bereitet sich auf den EU-Beitritt im Jahr 2007 vor. Ein intensiver Informations- und Erfahrungsaustausch, wie ihn die HwK Koblenz und ihre Ost-West GmbH seit fünf Jahren im Rahmen eines Partnerschaftsprojektes mit Mittelstandsorganisationen in Rumänien führen, richtet das Augenmerk besonders auf die Schaffung von tragfähigen Rahmenbedingungen für das Handwerk.
Im Rahmen dieses Partnerschaftsprojektes besuchten jetzt vier Abgeordnete der Demokratischen Partei - sie ist Regierungspartei im rumänischen Parlament - die HwK Koblenz, begleitet von dem Berater des Präsidenten der rumänischen Partnerorganisation und der Leiterin des HwK-Projektbüros in Bukarest. Sie arbeiten an der Vorbereitung einer Handwerksordnung für ihr Land mit und informierten sich über die Organisation des Handwerks in Deutschland.
In Gesprächen mit Partnern des Handwerks beleuchteten sie die Zusammenarbeit mit Politik und Rechtspflege. So empfing sie auch der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Arthur Bauckhage. Dabei stand das Wechselspiel zwischen Politik, Landesregierung und der handwerklichen Selbstverwaltung im Mittelpunkt. Über die komplexen Bereiche der Zusammenarbeit und die Kontrollmechanismen diskutierte die Delegation aus Rumänien mit dem Leiter des Handwerksreferates im Ministerium, Dr. Fred Schmittgen.
Zu den wesentlichen Themen des Besuches gehörte für die Parlamentarier auch die „Duale Ausbildung“ in Deutschland. Auf dem Besuchsprogramm standen daher sowohl die Besichtigung der modernen HwK-Berufsbildungszentren als auch ein Besuch der Berufsschule für Technik. Alle vier Parlamentarier zeigten sich nicht nur tief beeindruckt von der Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Handwerks in Deutschland, sondern nahmen auch wichtige Anregungen für die Entwicklung einer Handwerksordnung für Rumänien in den kommenden Monaten mit nach Hause.
Die HwK Koblenz führt das Partnerschaftsprojekt mit drei Mittelstandsorganisationen Rumäniens durch. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert und über die Stiftung für wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Qualifizierung (SEQUA) abgewickelt.
Infos bei der Ost-West GmbH der HwK: www.ost-west-gmbh.de