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Jahrgänge 1997 - 2007

Die Jahrgänge 1997 bis 2007 stehen in der bisherigen Form zur Verfügung. Die Beiträge sind nach Jahrgang und Ausgabe mit Inhaltsübersicht gegliedert.

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Im Interview Fußballweltmeister Horst Eckel


Horst Eckel, gelernter Feinmechaniker, trat 1954 beim „Wunder von Bern“ an
Horst Eckel, gelernter Feinmechaniker, trat 1954 beim „Wunder von Bern“ an

Auf der Pressekonferenz zum Start des „Meisterschuss!“ 2006 fühlte er sich wohl und nahm sich viel Zeit für die Gespräche, besonders für die mit den Handwerkern, die zur Präsentation der Neuauflage ihres Fußball-Pokals kamen. „Meine beruflichen Wurzeln reichen ins Handwerk, auch wenn ich später studierte und Lehrer wurde“, bekennt Fußballlegende Horst Eckel. Zwischen Ausbildung und der Zeit als Ausbilder lag der Fußball. Der Weltmeister von 1954 sprach exklusiv mit „Handwerk Special“ über seine berufliche und sportliche Karriere, über den „Meisterschuss!“ und die WM 2006.

Herr Eckel, Sie bringen beides mit, sind Handwerker und Fußballer. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren Beruf als Feinmechaniker?

Ausschließlich gute. Meine Berufswelt war eine wichtige und schöne Zeit. Tagsüber wurde gearbeitet, anschließend Fußball gespielt. Um 7 Uhr begann man, nach 9 Stunden war Feierabend. Wer dann noch die Fußballschuhe schnürte und ein paar Stunden trainierte, galt als Idealist und als Fußballer mit Herz und Seele. Das hat den Menschen, die Mannschaft geformt. Die Wechselwirkung aus Sport und Beruf war stark.

Insofern müssten Sie ein großer Fan des „Meisterschuss!“ sein, der Sport und Beruf zusammenbringt.

Auf jeden Fall. Ich bin begeistert von der Idee und vom Engagement der Organisatoren, die dahinter stehen. Viele Handwerker waren zu meiner Zeit auch gute Fußballer. Das ist auch heute noch so. Ein Turnier für sie ist eine tolle Sache und so sehen es auch die Handwerker, mit denen ich mich darüber unterhalten habe.

Welche Werte verbinden Sie mit Handwerk und Fußball?

Da gibt es sicher viele Beispiele. Für mich stehen sie für Qualität, für etwas Solides und ganz sicher für Disziplin. Ohne Disziplin geht nichts, das war schon zu Herbergers Zeiten so. Wer sie nicht hat, wird es in beidem nicht ganz nach oben bringen.

Erinnern Sie sich noch an den Tag, als Sie Weltmeister wurden?

Natürlich. So etwas vergisst man nicht. Wir waren gut vorbereitet, zählten konditionell und technisch zu den besten Mannschaften. Der Sieg im Finale war deshalb aber nicht selbstverständlich und ist schließlich nur eine Momentaufnahme. Besonders beeindruckt hat mich das „Wir-Gefühl“, dass wir nach unserer Rückkehr aus Bern in Deutschland spürten. Der Sport hatte etwas ausgelöst, das für jeden greifbar war, ob er sich nun für Fußball interessierte oder nicht.

Eine letzte Frage, die Ihnen wahrscheinlich täglich mehrfach als Weltmeister und Fußballexperte gestellt wird: Wie weit kommt die deutsche WM-Mannschaft 2006?

(lacht) Tatsächlich fragen mich das sehr viele Leute und eigentlich kann ich mich freuen, dass man mich als Experte sieht, sage aber, dass es sehr schwer wird. Die Mannschaften sind durchweg gut. Die Kleinen haben zu den Großen aufgeschlossen. Ganz ehrlich: Ich glaube, wir haben zu spät mit der Formierung einer Mannschaft begonnen. Auch wenn der Bundestrainer – Jürgen Klinsmann selbst macht das auch noch nicht so lange – bemüht ist, muss eine Mannschaft zusammenwachsen. So etwas lässt sich nicht erzwingen, das braucht Zeit. Unsere Vorteile sind das Heimrecht dieser WM und die Tatsache, dass wir eine Turniermannschaft sind. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Weltmeisterschaft.

Anmelden und beim „Meisterschuss!“ dabei sein: www.meisterschuss.info

 
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